| Einsatzbereich
Mit Aräometern kann die Dichte von Flüssigkeiten gemessen werden.
Die Dichte ist das Verhältnis von Masse zu Volumen eines Stoffes
und wird in g/ml oder in g/cm3 ausgedrückt.
Durchsichtige und undurchsichtige Flüssigkeiten müssen mit
unterschiedlich genormten Aräometern gemessen werden. Aräometer
für undurchsichtige Flüssigkeiten sind mit einem grünem
Farbring gekennzeichnet.
- Bezugstemperatur für Dichtemessungen = 20°C.
- Aräometer sind auf diese Temperatur eingestellt.
- Standard-Temperatur-Meßbereich von 0°C bis +35°C.
Auswahl-Faktoren
Jedes Aräometer ist für eine besondere Meßsituation ausgelegt.
Einflußfaktoren sind:
- Temperatur
- Oberflächenspannung
- Dichte.
Wählen Sie das Aräometer aus, das für die Flüssigkeit
und die gewünschte Genauigkeit paßt.
Faktor: Temperatur
Mit der Temperatur ändert sich die Dichte der Prüfflüssigkeit.
Aräometer sind eingestellt auf eine Flüssigkeits-
temp. = 20°C = Bezugstemperatur (Ausnahmen: Bezugstemperatur = 15°C
gilt für Mineralöl-Aräometer und Aräometer nach Baume).
Die Prüfflüssigkeit soll möglichst der Bezugstemperatur
angeglichen werden.
Faktor: Oberflächenspannung
Oberflächenspannung und Farbkennzeichnung:
| Oberflächenspannung |
Dichte-Klasse |
Dichte in g/ml |
Farbring Kennzeichnung |
| niedrig |
L (low) |
0.600-1.000 |
gelb |
| mittel |
M (medium) |
|
rot |
| hoch |
H (high) |
1.000 - 2.000 |
blau |
| Ärometer zum Messen von undurchsichtigen
Flüssigkeiten, die "oben" abgelesen werden |
grün |
|
Die Oberflächenspannung beeinflußt:
- das Eintauchen des Aräometers
- die Wulsthöhe an der Skala, und damit die Ablese-Genauigkeit.
Die Oberflächenspannung verschiedener Flüssigkeiten kann aus
Tabellen ermittelt werden.
Faktor: Dichte
Aräometer sind auf einen Dichtebereich = Meßbereich eingestellt.
Bei einem großen Meßbereich kann die Unterteilung nur grob
sein. Für genaue Messungen muß ein Aräometer mit kleinerem
Meßbereich und feinerer Unterteilung gewählt werden.

Meßvorbereitung
Auswahl des Meßgefäßes:
Als Meßgefäß sind geeignet: durchsichtige Zylinder aus
Glas oder Kunststoff.
- Höhe = min. Länge des Aräometers
- Durchmesser = min. Aräometer + 1,5 cm = max. Aräometer +
3,0 cm
Aräometer müssen frei schwimmen können und dürfen
den Zylinder nicht berühren. Zu breite Meßgefäße
lassen sich schlecht ablesen.

Reinigen und Trocknen
Sauberkeit erhöht die Meßgenauigkeit. Fingerabdrücke und
kleinste Verschmutzungen können das Meßergebnis verfälschen.
Reinigen Sie Aräometer und Meßzylinder mit Alkohol und putzen
Sie diese mit einem fusselfreiem Tuch trocken.
Achtung:
Nach der Reinigung nur noch an der Stengelspitze oberhalb der Ablesskala
anfassen.
Meßzylinder füllen
- Meßzylinder 2/3 bis 3/4 füllen, Volumen des Aräometere
berücksichtigen
- Luftblasen vermeiden. An den Zylinder klopfen um verhandene Luftblasen
zu entfernen.
Bei Überlaufgefäßen: kleine Menge überlaufen lassen,
die Oberfläche der Flüssigkeit wird gereinigt und kann genauer
ab gelesen werden.
Auf Bezugsgröße temperieren
Temperatur der Prüfflüssigkeit messen. Prüfflüssigkeit
auf Bezugsgröße temperieren.
Umrühren
Mit einem Ringrührer auf- und ab - rühren, damit in der Flüssigkeit
keine Unterschiede der Temperatur und Dichte besteht.

Messung
Aräometer eintauchen:
Aräometer an der Spitze des Stengels mit trockenen Finger anfassen.
Langsam in die Flüssigkeit eintauchen bis das Aräometer von
allein schwimmt, (etwa Gleichgewichtslage) Die Ablesestelle sollte nicht
tiefer als 3 mm in die Flüssigkeit eintauchen, da durch anhaftende
Flüssigkeit der Meßwert sonst verfälscht wird.
- Aräometer zur Ruhe kommen lassen.
- Prüfen: Berührt das Aräometer an keiner Stelle das Gefäß?
| Flüssigkeit |
durchsichtig |
undursichtig |
| Meßebene |
Flüssigkeitsspiegel |
Wulst-Oberkante (Meniskus) |
|

Maß ablesen
Durchsichtige Flüssigkeit:
Mit dem Auge unterhalb der Ebene des Flüssigkeitsspiegels gehen.
Oberfläche erscheint von unten als Ellipse. Auge langsam heben, bis
Ellipse zu einer Lienie zusammengeschrumpft ist. - Lienie = Meßebene
- Wert auf der Skala in der Flüssigkeit ablesen...


Undurchsichtigen Flüssigkeiten
Mit dem Auge oberhalb der Wulstkante gehen. Oberfläche und Wulst
erscheinen von oben als Ellipse...
Auge langsam senken, bis Ellipse zu einer Lienie zusammengeschrupft ist.
- Lienie = Meßebene - Wert auf der Skala oberhalb der Flüssigkeit
ablesen.

Messen prüfen
Die Messung ist korrekt, wenn sich der Wulst (Meniskus) nach einer Störung
nicht verändert.
Veränderungen weisen auf Verschmutzungen hin, dann Messung wiederholen.
End - Reinigung
Nach der Messung Aräometer von der Prüfflüssigkeit reinigen,
trocknen und wieder bruchsicher und staubfrei verpacken.

Sicherheitshinweise
Damit Sie, andere Personen oder die Geräte keinen Schaden nehmen,
beachten Sie bitte:
Vor Hitze Schützen !
Über 80°C kann die Ballastbefestigung weich werden, verrutschen
und zu Meßfehlern führen.
Deshalb nicht auf Heizungen und in der prallen Sonne aufbewahren, zum Beispiel
hinter Südfenstern oder in Autos.
Bruchsicher verpacken !
Legen Sie die Aräometer nach jeder Messung wieder in die Verpackung.
In den Einzelhülsen und Etuis sind die empfindlichen Aräometer
bruchsicher verpackt.
Bei ständigen Labormessungen benutzen Sie das Haltegestell für
die Ablage.
Nach Aräometer - Bruch :
Zerbricht ein Aräometer, fegen Sie mit einem Handbesen die Feinen Glassplitter
sorgfältig zusammen. Keinen Lappen und keine bloßen Hände
benutzen.
Vorsicht Quecksilber, hochgiftig !
Wenn ein Aräometer mit Quecksilberthermometer zerbrochen ist, erst
Quecksilber einsammeln.
Quecksilber darf nicht ins Abwasser gelangen. Mit einer Quecksilberzange
oder -pipette aufnehmen. Auch Ritzen und Ecken sorgsam reinigen. Reste mit
Absorptionsmittel binden und sammeln.
Gesammeltes Quecksilber unter Wasser aufbewahren, um Verdunstung zu verhindern.
Quecksilber muß als Sondermüll entsorgt werden.
Beschreibung des Instrumentes
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